Donnerstag, 4. April 2013

Kindheitserinnerungen aus meiner Küche

Oder: Die nächste Runde von PAMK (Post aus meiner Küche)

Ja, es war wieder so weit, die netten Damen von "Post aus meiner Küche" haben wieder ein fröhliches Küchenexperimenteaustauschprogramm auf die Beine gestellt, diesmal zum Thema:
Kindheitserinnerungen.

Super, dachte ich mir und war total entzückt. Da kamen doch viele schöne Erinnerungen hoch, leckerer Erdbeerpudding, dessen Rezept keiner kennt, da meine Oma immer meinte, sie habe kein Rezept und "Wies geht? Siehste doch!" ...bedeutet, keiner weiß heute mehr, wie diese Creme oder Pudding geht, wie man sie macht...Hhmmhh, der tollste Bohnensalat und weltbeste Welfenspeise,  der absolut geniale "Blinde Fisch"...kennt überhaupt jemand "blinde Fische"?
Mamas Stulle mit Spiegelei oder wie war das noch, das Wassereis?...oder noch besser Schokokuss ganz kurz in der Mikrowelle erwärmt auf ein vielfaches, "gewachsen"  und dann die Schokolade mit dem Löffel "abkratzen" und dann das fluffige Zuckerzeugs....
Erinnerungen gibt es eine ganze Menge. Wie ich dann aber feststellen musste.....verschicken.....konnte ich sie alle nicht...

Ein Telefonat mit meiner Schwester brachte die Idee: SAMSTAGABENDBRÖTCHEN!

Die hat unsere Mama oft samstags gemacht, und ist ganz in Vergessenheit geraten (natürlich nur die Brötchen!!)



Das Brötchen habe ich meiner Tauschpartnerin- der lieben Christin von Tigercakes - natürlich nicht geschickt, soll hier nur dazu dienen, dass man ungefähr weiß, was einen erwartet :-)


Für die SAMSTAGSABENBRÖTCHEN Part I
Brötchen organisieren und aufschneiden (frisch vom Bäcker oder Brötchen siehe auf dem Bild)


SAMSTAGSABENDBRÖTCHEN Part II
1 Zwiebel und
1 Päckchen gekochten Schinken kleinschneiden
mit
1 Päckchen Butter vermengen
2 Päckchen Kräuterschmelzkäse
und
1 Päckchen Sahneschmelzkäse hinzu,
vermengen und
auf die vorbereiteten Brötchen schmieren.

Dann für 10-15 Min  bei 150/170° in den Ofen.

Ich war so frei und habe meine Küchenmaschine werken lassen...das ging so fix, dass ich keinen gekochten Schinken mehr gesehen habe, tssssssst :-(

Man kann die Brötchen auch kalt essen, uns haben sie warm immer besser geschmeckt.


Damals haben auch ganz viele Wuzzles die Küche bevölkert, richtig hießen sie wohl Fuzzys. Diese kleinen runden Wollknäuel, die Kulleraugen hatten, Antennen und so ein Band an den Füßen, wo man eine Nachricht hinterlassen konnte....erinnerst Du Dich? Die verbinde ich immer mit der Küche und auch mit meiner Kindheit, weil wir sie gesammelt haben.
Meine Schwester hatte übrigens nicht die Idee hierzu, aber war sozusagen meine Inspiration, denn sie hatte oft, sehr oft die Hosentaschen voll mit Fuzzys, wenn wir vom Einkaufen zurück kamen....natürlich nur die schönsten Wuzzles mit Glitzer und in gold und silber....und unsere Mutter konnte dann wieder zurück fahren und die Wuzzles wieder im Geschäft abgeben. Das hat sie mehrmals tun müssen...irgendwie muss ich schon wieder grinsen....weshalb ich dachte, dann kann ich sie auch "backen".

Hier sind sie:


Ich habe dafür einfach meinen neuen Cakepopmaker ausprobiert und das Wunderrezept etwas abgewandelt:


4 Eier
200 g Zucker
300g Mehl
200ml Öl
200ml Milch
4 EL Kabapulver Erdbeere
1Päckchen Schokosplitter
1 Päckchen Backpulver

Eier und Zucker schaumig schlagen.
Backpulver zum Mehl.
Nun abwechselnd Mehl und Öl und Milch hinzu, ebenso Kaba und zum Schluss die Schokolade.

In den Cakepopmaker, backen, abkühlen lassen und mit roten und gelben Candymelts überzogen und dann in rot bzw. gelb gefärbten Kokosraspeln gewälzt.

Die Antennen sind aus Blumendraht und die Füße und Augen hatte ich am Tag zuvor aus Fondant ausgestochen.
Zusammengeklebt (mit Candymelts) und dann noch ein paar Zettel für die Botschaft ausgeschnitten.


Wie bei so vielen, war auch ein Gedanke von mir: Eine Einemarktüte vom Kiosk oder Tante Emmaladen. 
Den gab es bei uns zumindest damals noch....Brause für 2 Pfennig und dann eine Mark auf den Tresen gelegt und:" Nur Waldmeister bitte!" und das arme Fräulein durfte in einer Engelsgeduld abzählen...

Dann habe ich noch mit meine Erinnerungen wie eben Brause, Smarties und Co. ein paar weitere Cake Balls  verziert: 





Das waren dann wohl ein paar meiner Erinnerungen aus meiner Küche. 
Waren Deine auch dabei?


Kommentare:

  1. Ahhhh, diese Wusseldinger kenne ich auch noch!!! Seufz.

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  2. Hallo Silvia!

    Mir ging´s wie dir...meine Kindheitserinnerungen haben sich alle nicht daszu geeignet, sie mit der Post zu verschicken.
    Aber es hat Spass gemacht, sich an die guten alten Zeiten zu erinnern!

    Liebe Grüsse
    Tanja

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  3. Hallo Tanja,
    jaaa, das hat es!!!! Tat irgendwie gut!! LG Silvia

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  4. An diese Wusseldinger habe ich gar keine Erinnerung! War das eine Serie oder so? Aber witzig sehen sie aus!!

    LG Sabrina von Erck-Werk.de

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  5. Liebe Sabrina,
    nein, eine Serie im TV oder so gab es nicht, das waren Wollknäuel, die Kulleraugen und Fühler hatten und unten an den Füßen konnte man die aufkleben. Da war dann auch ein Bändchen dran, wo man Messages draufschreiben konnte. Auf ein Geschenk kleben oder Küche bekleben , so wie wir,....Aber ein Comic oder so ...ist mir nicht bewusst, dass es das gegeben hätte....LG Silvia

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  6. Ich glaube jetzt kann ich mich erinnern!!

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  7. Super die Samstagsbrötchen!!! Das schmeckt mir wohl auch :)
    Und was sind denn blinde Fische? Da hast Du mich jetzt aber neugierig gemacht! :)
    Jajaja... wenn ich an meine Kindheit denke, fällt mir Omas Rotweinkuchen ein, oder ihre Haferflockensuppe... da denkt man doch wehmütig dran zurück...
    Glg!!!

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  8. Liebe Merle,
    ja, ging mir auch so....vor allen Dingen wenn ich dann an den Spruch zurückdenke "Wie das geht? Siehste doch!" Naa, ich habe dann aber doch etwas gefunden, was wie ein Rezept aussehen könnte, Rezeptkrimi, ich glaube, das wird einer meiner nächsten Aktionen hier..Blinde Fische...total klasse: Wenn meine Ma oder Omi Schnitzel gemacht haben, und kein Fleisch mehr da war, aber Ei, Zwieback (bei uns ist die Panade immer aus Zwieback) und so....dann wurde für uns Schnitzel ohne Fleisch gebraten...blinde Fische eben....und herrlich lecker....wär das was für Deinen Kleinen??? PS..ich habe noch nie Rotweinkuchen gegessen :-) LG Silvia

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  9. Hallo Silvia!
    Diese Wuzzels waren auch bei uns heiß begehrt - jeder hatte zumindest 1. Toll wie du das mit den Cakepops umgesetzt hast - schaut süß aus! Auch in meiner Familie gibt es Rezepte die ich gerne nachmachen würde. Grundsätzlich weiß ich auch die Zutaten die reingehören - das Problem hierbei ist jedoch die Menge.... Meine Mutter sagt dann immer: Ja des macht ma mit Gfühl. Das mit dem Gfühl ist noch sehr ausbaufähig bei mir! Wünsch Dir noch einen herrlichen Frühlingssonntag!

    Kathrin

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  10. Hallo Kathrin!
    Vielen Dank! Jaaa, das kenne ich...die Mengen und Gefühl!! Bei meiner anderen Oma habe ich immer zugeschau. das geht einiger Maßen ...bei Nudelsalat und so, aber Süßspeisen und Backen mit meiner anderne Omi..auweia..das ist eine Herausforderung!!....die ist bei mir auch....total ausbaufähig! Dir auch einen schönen Sonntag!! LG Silvia

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